Arnold Schönberg

Komponist, Schriftsteller, Lehrer, Theoretiker, Maler, Erfinder, Leitfigur der Wiener Schule,

Vordenker der Zwölftonmethode, Wegbereiter der Moderne – Schönbergs Schaffen entführte

seine Zeitgenoss:innen in neue Sphären. Geboren in der Wiener Leopoldstadt als Kind einer

jüdischen Familie war sein Leben geprägt von den Ereignissen des Jahrhunderts. Zugleich

wurde er zum wachsamen wie kompromisslosen Mitgestalter der Epoche. Verpflichtet den

Klassikern von Bach, Mozart und Beethoven bis hin zu Brahms und Wagner, galt ihm Musik als

„tönender Ausdruck der Menschenseele“ (Schönberg, 1914).

Die Ausstellung folgt Schönbergs Spuren auf einer Entdeckungsreise zu seinen Wohn- und

Wirkungsorten: Von Wien über die Großstädte Europas führte ihn sein Weg ins Exil bis in die

Filmmetropole Hollywood. Ausdrucksstarke Portraits und malerische Visionen lassen seine

Stimme im österreichischen Expressionismus hörbar werden. Werkstattdokumente zeigen den

einfallsreichen Denker, dessen Erfindungskraft auch vor dem Schachspiel nicht Halt machte.

Skizzen und andere Handschriften führen die intuitive Seite des Klangschöpfers vor Augen,

stets auf der Suche nach einer unerhörten Musik. In Originalaufnahmen seiner Stimme kommt

der Komponist auch selbst zu Wort: In 16 verschiedene Sprachen übersetzt, vermittelt der Film

„Wer ich bin“ ein lebendiges Bild des Künstlers und Menschen.